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Warum ich das eigentlich mache

Am Ende der vorletzten Übungsgruppe, am Ende der letzten Runde, nachdem alle gesagt hatten, wie es ihnen heute ergangen war, was ihnen der Abend gebracht hatte und wie sie nun gehen, drehte sich ein Teilnehmer zu mir um und sagte: "Und Du? Warum machst Du das eigentlich?"

 

Die Antwort kam sofort: "Sinn! Ich mache das, weil es für mich soviel Sinn macht, wenn wir auf diese Art zusammen kommen." Und trotz aller Spontanität und wenn die Antwort vielleicht nicht jeden Aspekt meines Handelns vollständig abdeckt, war ich in dem Moment tatsächlich ganz klar mit dem wichtigsten Bedürfnis verbunden: Sinn. 

 

In der Übungsgruppe erlebe ich immer wieder und besonders an jenem Abend, wie bereichernd es ist, wenn sich Menschen einlassen, wenn sie Empathie schenken und bekommen und was für ein vertrauensvolles und verbundenes Miteinander möglich ist, unabhängig davon, ob sich Menschen schon lange kennen oder nicht (manchmal natürlich auch gerade weil sie sich noch nicht lange kennen ;)).

 

Die Gewaltfreie Kommunikation macht es einfach, Verbindung zwischen Menschen aufzubauen und ist diese erstmal entstanden, ist soviel Raum da, in dem jeder so da sein kann, wie er oder sie sich gerade fühlt, wenn er oder sie sich damit zeigen möchte. Es ist Platz für Wut oder Trauer oder Freude, Angst oder Scham, alles kann da sein. Und es stellt sich heraus: Es ist für alle gut und heilsam, wenn diese, zutiefst menschlichen, Gefühle und die dahinter liegenden Bedürfnisse ihren Raum bekommen. Wenn Empathie und Verstehen zu Verbindung führt.

 

Denn dann ist Versöhnung und Frieden möglich. Und das - macht Sinn für mich. 

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